Wo kommt das Wort "Honig" her?
Das deutsche Wort Honig kommt aus dem
indogermanischen "kn̥h₂ónks", was so viel wie "goldfarben" bedeutet. Das Wort Honig ist im gesamten germanischen Raum ähnlich:
Althochdeutsch - Honag
Mittelhochdeutsch - Honec
Englisch - Honey
Niederländisch - Honing
Schwedisch - Honung
Schweizerdeutsch - Hung
Luxemburgisch - Hunneg
Ältester Honig
Der älteste Honig wurde in Georgien in der Nähe der Stadt Bordschomi gefunden. Er ist 5500 Jahre alt, damit ist er 2500 Jahre älter als der in Ägypten im Grabmal Tut entdeckte Honig. Es wurden mehrere Sorten wie Blüten-, Linden- und Kastanienhonig gefunden. Dieser Honig ist heute noch genießbar!
Wann begann der Mensch Honig zu nutzen?
Die ältesten Hinweise, dass Honig genutzt wurde stammen aus der Steinzeitmalerei, einer Höhle in Spanien, wo Honigjäger abgebildet sind. Der Honig wurde nicht nur zum eigenen Genuss genutzt, sondern auch als Lockmittel bei der Bärenjagd.
Im alten Ägypten wurde Honig schon in vielen unterschiedlichen Richtungen verwendet. So wurde Honig als Speise der Götter bezeichnet, aber auch schon medizinisch, zur Desinfektion und Wundheilung, eingesetzt. Aus den selben Gründen wurde er zum Einbalsamieren der Mumien verwendet. So wurden den verstorbenen Pharaonen Tonkrüge mit Honig mitgegeben, damit sie im Totenreich zu Essen hatten.
Wie kommt der Mensch an Honig?
In der Steinzeit, wurde durch Raub an wilden Bienennestern Honig gewonnen., so wie man es heute noch bei Naturvölkern in Asien und Afrika sieht.
Ab dem Mittelalter wurde bei uns in Europa die Zeidlerei eingeführt, wo der Honig aus Baumhöhlen in lufitger Höhe geerntet wurde.
Im 19. Jahrhundert fing man an Bienen im von Menschen gemachten Behausungen zu halten. Zuerst in Bienenkörben und später in Magazinbeuten. So hatte man dann die Honigwaben, aber noch keinen Honig.
Anfänglich presste man den Honig von Hand aus den Waben, später mit speziell dafür konstruierten Pressen. Seit der Verwendung von Magazinbeuten wird der Honig aus Honigrähmchen, mittels einer Zentrifuge oder Honigschleuder, geschleudert. Im asiatischen oder orientalischen Markt wird heute noch Wabenhonig verkauft und gegessen.
Inhaltsstoffe, gesundheitliche und medizinische Anwendung von Honig
Ursprünglich war Honig das einzige Süßungsmittel, bevor man begonnen hat Zucker großflächig anzubauen, ob in Form von Zuckerrüben oder als Zuckerrohr. Aber Honig ist so viel mehr als nur Zucker. Nicht nur im Geschmack, nein auch in der Zusammensetzung, Zucker schmeckt einfach nur süß und trocken. Honig dagegen ist süß, bitter, fruchtig, frisch, blumig und vieles mehr.
Inhaltsstoffe vom Honig:
Fructose (Fruchtzucker) 27-44%
Glucose (Traubenzucker) 22-41%, sowie Wasser 15-20%, Heidehonig bis 23%.
Die Fructose überwiegt meist gegenüber der Glucose im Durchschnitt etwa 38% Fructose und 30% Glucose enthalten. Verhältnis bei Rapshonig 1,5:1. Daneben enthält Honig in geringen Mengen Di- und Oligosacharide, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine, Farb- und Aromastoffe und Pollen, die zur Herkunftsbestimmung herangezogen werden können.
Die Dichte von Honig beträgt etwa 1,4kg / Liter, abhängig vom Wassergehalt. Auskristallisierter Honig kann durch erwärmen im Wasserbad wieder verflüssigt werden, aber nicht über 40°C da sonst die gesunden Inhaltsstoffe im Honig zerstört werden und es zur Bildung von
Hydroxymethylfurfural (HMF)
kommen kann, einem Abbauprodukt von vielen zuckerhaltigen Lebensmitteln, das auch gesundheitsschädlich sein kann.