Die Buckfastbiene
Es begann alles im Jahr 1913 in der südwest-englischen Grafschaft Devon im Benediktinerkloster Buckfast Abby, wo sich in den Bienenvölkern der Abtei die Tracheenmilbe (Acarapis woodi) immer mehr ausbreitete und im Winter 1915/1916 den größten Teil der Völker des Klosters den Tod brachte, so blieben von 46 nur noch 16 Völker übrig. Dabei fiel dem deutschstämmigen Benediktinermönch Bruder Adam (Karl Kehrle) auf, dass die überlebenden Völker entweder Kreuzungen aus der altenglischen Biene (Apis mellifera mellifera) und der italienischen Biene (Apis mellifera ligustica) oder reine Ligustica Völker waren. Diese Völker schienen toleranter oder gar resistenter gegen die Milbe zu sein. So wurden im Sommer 1917 gezielt Ligustica Königinnen mit Drohnen der altenglischen Biene gekreuzt und der Bestand wieder auf 100 Völker aufgebaut.
Am 1. September 1919 wurde Bruder Adam die Leitung der Imkerei anvertraut und er stieß auf das Buch von Ludwig Armbruster "Bienenzüchterkunde". Im Laufe der Jahre kreuzte, selektierte, verfeinerte und verwarf Bruder Adam Zuchtlinien und schuf mit der Zeit die Buckfastbiene. Und so selektierte er auch für ihn wichtige Eigenschaften, die bis heute noch als Grundeigenschaften der Buckfastbiene gelten: Fruchtbarkeit, Sammeleifer, Krankheitsfestigkeit, Schwarmträgheit und Wabenstetigkeit
So war das damals als ich entstand und ich bin bis heute noch nicht fertig, da ich als Buckfastbiene keine natürliche Unterart der westlichen Honigbiene (Apis mellifera), sondern eine Zuchtrasse bin. So lieben mich die einen, hassen mich die anderen und verfluchen mich die dritten. Jedoch die Anzahl derer die mich lieben steigt immer mehr und eigentlich bin ich doch eine ganz liebe.